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Copyright · 2019

Cover Liu, Sola
Du hast keine andere Wahl

2019 · ISBN 978-3-86205-616-3
131 Seiten, Klappenbroschur · EUR 13,—

Die 1985 veröffentliche, preisgekrönte Erzählung gilt als erste Avantgarde-Novelle Chinas und löste nach ihrer Veröffentlichung eine kleine Sensation und beträchtlichen Tumult aus. Ihre Protagonisten sind junge MusikstudentInnen der Kompositionsabteilung, die es erstmals wagen vom bisherigen, linientreuen Weg abzuweichen und ihren eigenen Vorstellungen zu folgen. So wurde das Buch zur inoffiziellen Pflichtlektüre und steht heute beispielhaft für das studentische Leben der 1980er Jahre in China zwischen "Kulturfieber" nach Mao und vor Tian'anmen.
Die Sorgen der KompositionsstudentInnen scheinen immer noch die gleichen zu sein: unter der erdrückenden Last genialer Vorgänger eine eigene Stimme zu finden und sie in den reißenden und vielfältigen Strömungen gegen die Klippen von Apologeten, Lehrkräften und Interpreten zu behaupten, im steten Bewusstsein, dass das eigene Komponieren etwas sinnlos Egoistisches, aber auch etwas essentiell Bedeutsames ist.
Liu Sola (*1955) war selbst Mitglied der ersten Kompositionsklasse des wiedereröffneten Zentralen Musikkonservatoriums Peking, deren Absolventen (Tan Dun, Qu Xiaosong, Guo Wenjing) heute alle berühmte Exponenten des chinesischen Musik­lebens sind. So lässt sich die Novelle auch als intimer Hintergrund zeitgenössischer, chinesischer Musikgeschichte lesen.

Liu Sola, Komponistin und Schriftstellerin, wurde in Peking geboren und schloss ihr Kompositionstudium am Zentralen Musikkonservatorium ab.
Ihr musikalisches Œuvre umfasst Opern, große Orchesterwerke, Kammermusik, Musik für traditionell chinesische Instrumente, Jazz und Rock sowie Filmmusik. Als Schriftstellerin schreibt sie u.a. Romane, Essays, Drehbücher und Poesie. Für Ihr musikalisches und schriftstellerisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet und gewann u.a. den Nationalpreis für Novellen. Sie lebt in Peking.

Der Übersetzer:
Johannes Grosz studierte Sinologie und Komposition. Vielfältige Stipendien und Auslandsaufenthalte in England, Frankreich und Asien prägten nachhaltig das eigene Schaffen, das er immer wieder auf die Verbindung beider Disziplinen ausrichtet.
 

 

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