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Neuner, Gerhard
Der Nandy, der Joe und ich
Die 50er Jahre in Landshut
Ein niederbayerischer Entwicklungsroman
2026 · ISBN 978-3-86205-815-0 · 335 Seiten, geb. · EUR 28,–
Landshut, Ende der 50er Jahre. Drei Freunde: der Nandy, ein ‚Halbstarker‘ und Gerechtigkeitsfanatiker, der sich unerschrocken mit den Lehrern anlegt; der Joe, ein freundlich-naiver amerikanischer GI, und der Erzähler, ein unauffälliger Teenager, der sich in jeder Hinsicht für ‚mittelmäßig‘ hält. Nach einer Demonstration gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr kommt es zu einer Annäherung zwischen dem Nandy und dem Ich-Erzähler, die sich zu einer Freundschaft entwickelt.
Weil der Joe eine Votivtafel zur Weißen Madonna in Tuntenhausen bringen soll, unternehmen die drei mit ihren klapprigen Motorrädern eine ‚Wallfahrt‘, die sich turbulent entwickelt. Es wird im Verlauf des Romans deutlich, dass in der ‚harten Schale‘ des Nandy ein nachdenklicher und belesener Bursche steckt. Der Umgang mit ihm bewirkt beim Ich-Erzähler eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Umwelt, und es gelingt ihm nach und nach, sich von seinen Minderwertigkeitskomplexen und der Angepasstheit an das niederbayerisch-katholisch-konservative "Miljöh" der damaligen Zeit zu lösen.
Es ist eine Welt voller Skurrilitäten, die Neuner mit warmherzigem Blick schildert. Und mit einem Humor, der auch Selbstironie zulässt. (Hans Kratzer, Süddeutsche Zeitung)
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Gerhard Neuner, geb. 1941; nach Philologiestudium mehrere Jahre Lektor für deutsche Sprache (GB) und Assistenzprofessor für deutsche Literatur (USA); 1975 bis 1984 Professor für Anglistik/Didaktik, 1984 bis 2005 für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Kassel. Lebt in der Nähe von Kassel.
Bei IUDICIUM sind von Gerhard Neuner u.a. erschienen:
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